Stoffwechsel

Der Stoffwechsel – auch Metabolismus genannt – ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge in unserem Körper.

Der Stoffwechsel – auch Metabolismus genannt – ist die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge in unserem Körper. Unter Stoffwechsel versteht man grob gesagt alle biologischen und chemischem Vorgänge, die innerhalb unserer Zellen ablaufen. Die Vorgänge des Stoffwechsels dienen zur Erhaltung des Körpers, zur Energiegewinnung und zur Erhaltung der Köperfunktionen. Kurzkettige Fettsäuren haben Einfluss auf verschiedene Vorgänge des Stoffwechsels.
Schon länger ist bekannt, dass die Aufnahme größerer Mengen von unverdaulichen pflanzlichen Fasern (also ballaststoffreicher Ernährung) eine Gewichtsabnahme begünstigt und den Zuckerstoffwechsel normalisiert. Der Blutzuckerspiegel sinkt. Dies erscheint zunächst etwas widersprüchlich, da kurzkettige Fettsäuren, hier speziell die Propionsäure, in der Leber zur Glukoseneubildung (Glukoneogenese) verwendet wird. Aber gerade die Propionsäure ist es, die in diesem Regelkreis der Regulation des Blutzuckers eine zentrale Rolle spielt, und an sehr verschiedenen Punkten den Zuckerstoffwechsel günstig beeinflusst. Im Darm ist die Propionsäure z. B. an der Zuckerneubildung beteiligt. Dadurch werden die Nahrungsaufnahme und der Zuckerhaushalt reguliert, wir verspüren dadurch weniger Lust auf Süßes und das Sättigungsgefühl stellt sich eher ein. Bestimmte Zellen der Bauchspeicheldrüse (Beta-Zellen) können durch kurzkettige Fettsäuren mehr Insulin produzieren, Insulin ist ein Hormon, das unseren Zuckerspiegel senkt. Ein hoher Insulinspiegel sorgt ebenfalls für ein stärkeres Sättigungsgefühl. Somit haben kurzkettige Fettsäuren Einfluss auf unseren Appetit.

Insulin ist nicht das einzige Hormon, das durch kurzkettige Fettsäuren vermehrt auftreten kann. Die Darmhormone GLP-1 (Glucagon-like Peptid 1) und PYY (Peptid-YY) werden ebenfalls vermehrt ausgeschüttet. Dies hat den Effekt, dass der Zuckerhaushalt positiv beeinflusst, die Magenentleerung verzögert wird und ein Sättigungsgefühl eintritt. Das Hormon PYY wirkt zusätzlich auch appetitreduzierend. Durch kurzkettige Fettsäuren werden darüber hinaus Fette verbraucht, die nicht in der Leber (Fettleber) gespeichert werden müssen. Außerdem verringert sich die Neubildung von als ungünstig geltenden weiteren Fetten, genannt Tryglyzeriden, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können. Weiterhin gibt es wichtige Effekte für das Immunsystem und die allgemeine Darmgesundheit.

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